Arbeitseinsatz im Gelobtbachgrund

Begehung

Heute fand sich ein kleines Grüppchen Sandsteinfreunde zusammen, um in dem vom Unwetter gebeutelten Gelobtbachgrund etwas aufzuräumen. Gerade in den wildromantischen unteren Teil des Grundes haben die starken Niederschläge vom 17.07. den Weg auf 200 Meter Länge stark beschädigt. Der alte, einst gepflasterte Weg wurde teils komplett aufgerissen und dient nun als Bachbett.

Seitdem war es schwierig, trockenen Fußes hinab Richtung Wasserfall zu gelangen. Dem wilden Charakter dieses Weges tut diese „Verwüstung“ sicherlich keinen Abbruch. Die Leute suchen sich seitdem irgendwie wild ihren Weg. Dabei wird dann schnell auch in die Hangbereiche ausgewichen, was wiederum Erosion zur Folge hat. Kein guter Dauerzustand.

Eine vollständige Wiederherstellung des Weges wäre ohne Baufirma nicht möglich. Ist aber auch nicht notwendig. Letztlich hat sich das Wasser den Raum zurückerobert, welches ihm zusteht. Ein wenig Abenteuergeist bringen die meisten Wanderer sowieso mit, wenn sie diesen wilden Grund betreten. Also sollte auch mit etwas weniger Aufwand wieder eine gute Begehbarkeit erreicht werden.

Was wurde heute gemacht?

Trittsteine legen

Wir haben uns darauf beschränkt, an den problematischen Stellen Trittsteine zu legen. Die Seitenränder wurden teils etwas mit umliegenden Geröll etwas befestigt. Der Pfad wurde den neuen natürlichen Gegebenheiten angepasst. An der einen oder anderen Stelle wurde wieder etwas Linie in den Bachlauf gebracht. Auf den ersten Blick wirkt der Weg immer noch chaotisch. Wer jetzt aber etwas genauer schaut kommt problemlos trockenen Fußes durch. Die ersten Tester waren gleich einmal die Absolventen des tschechischen 50 Kilometer-Ultramarathons „Ultrabalak“ – der Weg führte genau durch unsere Baustelle.

Die Aktion fand in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung Reinhardtsdorf-Schöna und dem Sachsenforst statt. Der Weg durch den Gelobtbachgrund bildet gleichzeitig die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Es ist ein markierter grenzüberschreitender Wanderweg zwischen Dolni Zleb (Niedergrund) und Schöna.

Wer ihn begehen möchte sollte den ausmarkierten Forststeig als Zugang nutzen, bzw. den Weg am Schwarzpfützenbach. Denn im Bereich der Ziskaquelle finden derzeit umfangreicher Holzeinschlag statt und der Weg ist von dort aus gesperrt und tief zerfahren. Man kann den Gelobtbachgrund inklusive Wasserfall in eine schöne Rundwanderung um die Zschirnsteine oder den Zirkelstein verpacken. Festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit ist aber weiterhin angeraten.

Vielen Dank an die IG Stiegen- und Wanderfreunde und alle weiteren Teilnehmer und Unterstützer dieser kleinen Aktion zur Erhaltung dieses Wanderweges, sowie an Revierförster Herr Spengler, der uns grünes Licht dafür gegeben hat.

Ein Kommentar

  1. Peter Zimmermann

    Markus, der Einsatz war eine gute Idee und der Steig erst mal wieder halbwegs im „Fluss“, wenn man nicht gerade mit Turnschuhen unterwegs ist.
    Trittsicherheit ist schon noch gefragt🥴.

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