Wintermezzo in Tisa

Tissaer Wände

Ein paar Tage lang war der Winter zu Gast im Elbsandstein. Und so konnte ich mit guten Freunden am 12.12. einen Traumwintertag in der Tissaer Felsenwelt erleben. Aus jetziger Sicht war es nur ein kurzes winterliches Intermezzo. Denn schon am Folgetag gab es Tauwetter und Nieselregen bis in die Höhenlagen. Umso schöner sind die Erinnerungen an diesen fantastischen Tag.

Die verschneiten Felsen boten im Zusammenspiel mit strahlenden Sonnenschein ein Bild, welches in den vergangenen Winterjahren selten geworden ist.

Letztes Jahr gab es zwar mehrfach nennenswerten Schneefall. Die Sonne machte sich aber etwas rar. Und diese Top Bedingungen fallen auch nicht immer zufällig auf arbeitsfreie Tage.

Häufig bläst im Winter hier in Tissa ordentlich der Böhmische Wind und selbst, wenn in Sachsen die Sonne scheint, kann es da oben am „Kamm“ vernebelt sein. Also: 10 cm Neuschnee, Sonne satt und kaum Wind. Besser geht’s kaum.

Am Kassenhäuschen

Wir haben uns richtig viel Zeit genommen für diese kleine Runde. Nahezu jeder Fels hat eine Nummer und einen Namen. Die mir Bekanntesten sind der Pilz, der hagere Doktor und die Umrisse von Afrika. Zu jeder Jahreszeit lohnt ein Besuch dieser Felsenstadt. Im Winter durch die Kontraste vielleicht am meisten. Auf den Aussichten schweift der Blick zu den dunstverhangenen Bergen des Böhmischen Mittelgebirges: Milesovka, Kletecna, Lovos & Co. Zu unserer Überraschung waren am Vormittag nur ganz wenige Menschen anzutreffen. Vielleicht lag es daran, dass es auch im Flachland Nordböhmens Schnee gab, und die Leute nicht zwingend in höhere Lagen „flüchten“ mussten.

Die Auf- und Abgänge waren ziemlich glatt und der krampfhafte Griff ans rettende Geländer gewohntes Bild. Die „böseste“ Stelle lauerte gleich zu Beginn am steinernen Pilz. Denn dort muss man ein paar Stufen ohne Geländer überwinden – zitternd, oder alternativ auf dem Po rutschend 😉

Die Tissaer Wände sind nicht nur für Kids ein Abenteuerspielplatz und auch größere Kinder können hier sehr viel kurzweilige Zeit verbringen. Ursprünglich wollten wir eine längere Runde bis Ostrov laufen. Die wunderschönen Wintermotive ließen uns aber nicht so schnell los. Und die mittagszeitliche Glühweinpause fiel genießerisch lang aus. Zum Abschluss machten wir noch einen kleinen Abstecher „auf die Wand“ zu den Aussichten über dem Doggenturm, wo die mystische Abendsonne einen traumhaften Abschluss dieser Winterwundertour bot.

Mit diesen Bildern wünsche ich euch – liebe Leserinnen und Leser meines Blogs – eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2022!

 

Auch im Winter ohne Schnee und „unperfekten“ Witterungsbedingungen bietet die Natur Kraft und Erholung für alle Menschen gleichermaßen, in einer Zeit voller Ungewissheit.

 

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